Nicolai-Kirchenvorstand informiert bei Gemeindeversammlung über geplante Elisabeth-Gesamtkirchengemeinde

Nachricht Sarstedt, 02. November 2026
Gemeindeversammlung 2026

Zur Gemeindeversammlung lud der Kirchenvorstand der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nicolai Sarstedt am 1. November nach dem Sonntagsgottesdienst. Die Vorsitzende Ursula Hübner und Pastor Matthias Fricke informierten, unterstützt von weiteren Mitgliedern des Kirchenvorstandes, über die Zukunft der Gemeinde.

Zum 1. Januar 2027 schließen sich die ev.-luth. Kirchengemeinden der Region, dazu gehören Nicolai Sarstedt, Paulus Sarstedt, Nikolai Heisede, Martin Luther Giften, Katharinen Barnten und St. Peter und Paul Rössing, zu einer sogenannten Gesamtkirchengemeinde (GKG) zusammen. Das dies nicht identisch mit einer Fusion ist, war einer der Punkte, der bei der Gemeindeversammlung herausgestellt wurden. Zwar wird es einen gemeinsamen Gesamtkirchenvorstand geben und mit „Elisabeth“ auch einen neuen Namen für die GKG, doch die Ortskirchengemeinden bleiben erhalten.

Rund fünfzig Gemeindeglieder ließen sich im Gemeindesaal an der Eulenstraße informieren. Und schnell kamen auch Fragen auf. Dass es demnächst in weiten Teilen einen gemeinsamen Haushalt geben werde, die Pfarrbüros mittelfristig am Kirchplatz zusammengeführt würden, jedoch eine Außenstelle in Rössing erhalten bleibe, diverse Fachausschüsse sich um konkrete Themen und sogenannte Ortsausschüsse sich weiterhin um die Belange vor Ort kümmern würden, wurde vermittelt. Auch die besorgte Frage, was mit der Stiftung geschehe, wurde beantwortet: Die Stiftungsvermögen der jeweiligen Gemeinden bleiben in den Ortskirchengemeinden. Die Stiftungssatzungen regelt genau den jeweiligen Verwendungszweck der Spenden und Zustiftungen vor Ort.

Pastor Fricke beleuchtete anschaulich die Gründe für den Zusammenschluss. Man müsse Kräfte bündeln, die Personalnot sei auch im Bereich der Seelsorgenden angekommen, die demografische Entwicklung und der Rückgang der Mitgliederzahlen bedeute auch das Schwinden von Stellen und eine Verschlechterung der finanziellen Situation. Denn es gebe einen Zusammenhang zwischen den Zuweisungen, die die Gemeinde von Landeskirche bzw. Kirchenkreis erhalte und der Anzahl der Gemeindeglieder. Wer sich als Fundraiserin oder Förderantragschreiber engagieren wolle, sei gern gesehen, betonte Kirchenvorsteherin Christina Steffani-Böringer in dem Zusammenhang.

Doch es gab auch in mancher Hinsicht Beruhigendes zu hören: Eine Sperrklausel in der Geschäftsordnung der neuen Elisabeth-GKG verhindere, dass zum Nachteil einer Gemeinde gegen deren Willen entschieden werden könne, der Gemeindebrief, der Konfirmationsunterricht oder der Martinimarkt blieben wie vieles andere ebenfalls. Vieles werde sich nun erst finden müssen, vieles sich auch neu entwickeln. Alle Gemeindeglieder sind in dem Zusammenhang aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen, um möglichst viele Interessen berücksichtigen zu können.