Auf ein Wort

Geistliches Wort zum Dezember 2021

Liebe Besuchende unserer Homepage,

die Tage werden schwarz und schwärzer. Jeden kleinen Sonnenstrahl am kurzen Tagesfirmament saugen wir auf. In der Hoffnung auf die Zunahme des Lichtes, Minute um Minute, bis zum Frühjahr. Die Erde braucht Licht.

Die Tage werden schwarz und schwärzer. An allen Ecken der Erde zündeln die Egoisten und Machtfetischisten, die diktatorisch Gewalttätigen und die erbärmlich Unbarmherzigen an den Rudern von Regierungen. Die Erde aber braucht Frieden.

Die Tage werden schwarz und schwärzer. Corona, das Biest lässt uns nicht los, erfindet ständig neue Wege, unsere Körper und als Begleiterscheinung auch unsere Seelen zu beschädigen. Und als schadete das nicht genug, nutzen allerlei Neinsager unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit die Liberalität unseres Landes, um die Gesellschaft zu untergraben und hin zu dummdreister Vergleicherei und Verharmlosung der Gräuel im 3. Reich. Das Land aber braucht demokratische Solidität und uneigennützige Solidarität.

Wie soll da auf Christus gewartet werden (Advent)? Und wie mit der Geburt in einem Stall das Herz erwärmt und der Glaube genährt und die Hoffnung gestärkt werden?

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr.
(Monatslosung Dezember bei Sacharja 2,14)

Jerusalem, beim Propheten „Tochter Zion“, hat viel erlebt und durchgemacht. Schwarz und schwärzer war noch harmlos dagegen. Pracht und Niedergang. Wachstum und Mord. Unterdrücken und Unterdrückt-Werden. Jerusalem hat alles Denkbare hinter sich. Doch eines ist nie gelungen. Das Bewusstsein auszulöschen, dass wir zusammengehören und das Vertrauen in Gott, dass es Wege des Lebens geben wird, wo wir nur verschlossene Türen sehen. Jerusalem hat sich den Blick auf das Gelingende, auf die Freude, die Versöhnung und die Liebe nie verdunkeln und rauben lassen.

Für so etwas im Deutschland des Dezembers 2021 bete ich. Beten Sie mit, dann sind wir schon zu zweit...!

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht
herzlich Ihr Matthias Fricke
Pastor in der St. Nicolai-Gemeinde

Matthias Fricke ZieseniƟ 2
Pastor Matthias Fricke-ZieseniƟ